Schule des Hörens
Entwicklung des Klangraums "Körper"
Die "Schule des Hörens" entstand ursprünglich aus der Osteophonie, gegründet von François Louche (Musiker und 10 Jahre Assistent von Dr. A. Tomatis), Frankreich. Weiterentwickelt wurde die Osteophonie unter dem Namen "Pédagogie de l´Ecoute" (Pädagogik des Hörens) von Françoise Lombard (Pianistin und Pädagogin), Montreal (Centre de Pédagogie de l´Écoute Françoise Lombard - C.P.E.F.L.).
Die "Schule des Hörens" ist darauf ausgerichtet, das Hörbewußtsein mit Hilfe der Tonschwingungen der Stimme im Körper zu erweitern. Dabei handelt es sich nicht um das akustische Aufnehmen von Klängen und Geräuschen, sondern vielmehr um das Wahrnehmen der Vibrationen, die die Stimme im eigenen Körper erzeugen. Es gilt zu erlernen, wie man seinen Körper für diese Vibrationen sensibilisieren und ihn als Resonanzkörper für den Klang seiner Stimme vergrößern kann.
Unser Musikinstrument, der menschliche Resonanz-Körper, wird dadurch zum Schwingen und Re-sonieren (= Wi(e)der-Klingen) gebracht.
Ein Ton entsteht durch Schwingungen:
Vereinfacht ausgedrückt kann man den Vorgang des Hörens folgendermaßen beschreiben: Schwingungen treffen auf das Trommelfell. Durch seine Elastizität gerät es ins Schwingen. Somit werden die Schallwellen übertragen, an das Gehirn weitergeleitet und wir hören.
Die Schwingungen treffen gleichermaßen auch unseren Körper mit seiner entsprechenden
Biografie und wir werden von ihnen "berührt".
Treffen die über das Ohr aufgenommenen Schwingungen auf Spannungen und Blockaden in
unserem Körper, so ist der Resonanzraum eingeengt.
Je differenzierter wir die Schwingungen aufnehmen, weiterleiten und zulassen können, desto differenzierter kann unser Körper mitschwingen, und der Resonanzraum und die Präsenz im eigenen Körper werden erweitert.
Nur so, wie der Mensch sich selbst begegnet, kann er anderen Menschen begegnen.
Bewußtes Zuhören erhöht die Qualität der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Wer bewußt zuhört, erlebt den Augenblick.
In den Übungen nutzen wir den Klang der Sprache als Material, um das Ohr und den Körper zu stimulieren.
Die Seminare finden in Gruppen statt, um von den individuellen Stimmklängen und
Hörcharakteristiken der einzelnen TeilnehmerInnen zu profitieren.
Die "Schule des Hörens" ermöglicht es, die Intensität einer Begegnung mit sich
selber und anderen Menschen zu vertiefen. Im Speziellen kann
- die Hörkapazität erhöht,
- die Klangfarbe der Stimme bereichert,
- die Qualität der Stimmresonanz entwickelt und
- Körper, Geist und Seele in einer authentischen Kommunikation verbunden werden.
Da keinerlei Vorkenntnisse erforderlich sind, richtet sich das Seminar an alle diejenigen, die an dem Phänomen des Klanges und des Hörvorganges interessiert sind.
Die Seminare finden in Gruppen bis zu zehn Personen je nach Absprache in wöchentlichen Einheiten oder als Tagesseminar statt.
Ort, Termin und Kosten nach Absprache.
